"In Minor Keys": Die 61. Biennale Arte 2026 in Venedig
Die 61. Biennale 2026 wird nach den Vorgaben und Konzepten der südafrikanisch/schweizerischen Kuratorin Koyo Kouoh realisiert – posthum, denn inmitten ihrer Vorbereitungen ist die Kuratorin am 10. May 2025 ganz plötzlich verstorben. „In Minor Keys“ – zu Deutsch „In Moll“ …“steht für eine Einladung, eine langsamere und sensiblere Zeit zu erleben, in der sich die Wahrnehmung verfeinert, die Gesten bewusster werden und der Blick sich für das öffnet, was einem normalerweise entgeht…“ soviel kann man schon mal auf der homepage der Biennale dazu lesen. Eine Biennale, die aus der Perspektive Südafrikas kuratiert wird, verspricht wieder ein spannendes Forschungsfeld zu werden.
Während unserer drei Tage auf der Biennale werden wir uns intensiv mit den Ideen und Konzepten der Biennale auseinandersetzen. Im gemeinsamen Nachdenken und im Gespräch erarbeiten wir uns den Zugang zu der dort ausgestellten Kunst. Darüber hinaus wird uns auch die Geschichte und Struktur der Venedig Biennale beschäftigen, insbesondere im Hinblick auf postkoloniale Diskurse, die in einer aus der Perspektive Südafrikas kuratierten Biennale sicherlich adressiert werden. Last not least wird es wie jedes Jahr interessant sein zu erforschen, wie sich aktuelle politische Bruchlinien und Konflikte auf dieser Plattform zeitgenössischer Kunst wiederspiegeln.
Zur Kuratorin Koyo Kouoh:
Koyo Kouho (geboren 1967 in Kamerun, verstorben 2025 in Basel) war zuletzt Direktorin des MACCAA in Kapstadt – einer panafrikanischen Institution, die sich für die Förderung und Bewahrung zeitgenössischer Kunst aus Afrika widmet. Davor war sie künstlerische Gründungsdirektorin der RAW Material Company für Kunst und Gesellschaft in Dakar/Senegal.
Mehr zu Koyo Kouoh: (https://www.monopol-magazin.de/koyo-kouoh-nachruf-ueberlebensgross-und-doch-so-nahbar)
An drei Tagen werden wir uns intensiv mit der Biennale auseinandersetzen, ausgewählte Pavillons besuchen und vor allem gemeinsam diskutieren: auf dem wunderschönen Gelände der Biennale aber auch am Abend in kleinen Osterias bei Aperol Spritz und leckerem Essen. Am vierten Tag werden wir mit Fabio im Boot die Lagune durchkreuzen, und dieses Ökosystem aus venezianischer Perspektive kennenlernen. Die Fahrt endet auf der Insel Torcello, wo es die Möglichkeit gibt die Kirche Santa Maria Assunta aus dem 6. Jahrhundert zu besichtigen und von ihrem Glockenturm aus, den weiten Blick über die Lagune zu genießen.
Nähere Infos:
- Kosten: 360 Euro (plus ca. 100 Euro für Eintrittskarten und Führungen)
- Wohnen in Venedig sollte selbst organisiert werden, ich kann aber gerne Empfehlungen geben
- Anfahrt per Flug oder Bahn sollte individuell organisiert werden
- Wohnen und Anreise sind nicht im Preis inbegriffen
- Die Teilnehmerzahl ist auf 12 begrenzt
- Venedig muss „erlaufen“ werden – Menschen mit Mobilitätseinschränkungen würde ich von dieser Reise daher eher abraten.



